Umweltplakette zerstört Kleinunternehmer in Umweltzonen?
Seit geraumer Zeit besteht in vielen Deutschen Städten die Umweltplakettenpflicht. Ob nun Umweltplakette oder Feinstaubplakette - auf einen konkreten Namen kann sich anscheinend niemand einigen. Der Grund für die Einführung der Umweltplakette, ist die zu hohe Feinstaubbelastung in Ballungszentren wie z.B. der stark befahrenen Innenstadt Köln. Die Kölner Umweltzone erstreckt sich linksrheinisch entlang des Eisenbahnrings mit einer virtuellen Verlängerung nach Norden bis zum Rhein. Rechtsrheinisch sind Teile von Deutz und Mülheim betroffen. Insgesamt umfasst die Kölner Innenstadt eine Gesamtfläche von über 16 Quadratkilometern. 16 Quadratkilometer sind eine große Fläche. Was ist aber mit der restlichen befahrbaren Strecke in Köln? Sollen die Bewohner trotzdem den hohen Feinstaubbelastungen standhalten? Nein, denn jede Stadt hat eigene sogenannte Luftreinhaltepläne in welchen Messdaten zur Feinstaubbelastung in dem jeweiligen Bereich der Stadt abzulesen sind. Da der meiste Verkehr in Köln tatsächlich in diesen 16 Quadratkilometern verkehrt, macht es Sinn sich auf diesen zu konzentrieren und die anderen kaum belasteten Strecken außen vor zu lassen. Nur was bedeutet es für die Bewohner und Firmen die in einer Umweltzone wohnen oder arbeiten und sich kein Fahrzeug der Schadstoffklasse zwei (rot), drei (gelb) oder sogar vier (grün) leisten können? Zunächst einmal muss überprüft werden, ob das betroffene Fahrzeug nachrüstbar ist. Denn in jeder Umweltzone gilt der Vorsatz: Nachrüstung vor Ausnahme. Falls ein Fahrzeug nachrüstbar ist, (etwa einem Partikelfilter) muss es nachgerüstet werden. Förderungen müssen bei den entsprechenden Bundesländern erfragt werden. Falls ein Fahrzeug nicht nachrüstbar ist, können Ausnahmegenehmigungen beantragt werden. Diese können jedoch bis zu 300 Euro pro Monat kosten und sind immer Zeitgebunden. Eine dauerhafte Ausnahmegenehmigung gibt es nicht und ist auch nicht in Planung. Viele Kleinunternehmer mit älteren Fahrzeugen (VW-Bus oder anderen älteren Kleintransportern) können sich kein neues Fahrzeug leisten und wissen nicht wie Sie sich selbst und das Unternehmen weiterführen sollen. Es gibt ebenfalls KFZ-Betriebe in Umweltzonen wo das Problem schon vorprogrammiert ist. In diese Werkstätte werden zukünftig keine älteren Fahrzeuge mehr zur Reparatur fahren, da diese von den Umweltzonen ausgegrenzt sind. Der Umsatz wird sinken und der Bankrott ist vorprogrammiert. Die Politik hat für solche Fälle jedoch kein Gehör. Kleine Unternehmer sollen sich der Umwelt zugute neuere Fahrzeuge zulegen. Diese Aussage lassen wir mal außen vor. Bleibt abzuwarten ob sich die Umweltzonen überhaupt für den Bürger rentieren und die Feinstaubgrenzen sich nicht erneut überschlagen.Quellen:
http://www.plakette24.de
http://www.manakos.de
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Der Artikel Umweltplakette zerstört Kleinunternehmer in Umweltzonen? in der Kategorie Auto / Motorrad, wurde am 07.07.2008 um 22:24 Uhr geschrieben und vom Autor Alexandros Manakos kontakt
plakette24.de verfasst.
