Schwarzkehlwaran Varanus albigularis

Schwarzkehlwaran
Varanus albigularis
http://www.schwabinger-zoo.de

Verbreitung:
Ostafrika bis Südafrika
Der Schwarzkehlwaran ist mit seinen Unterarten in weiten Teilen Süd und Ostafrikas verbreitet. Er bevorzugt offene, trockene Steppen und Wüstenregionen mit geringer Vegetation. Diese tagaktive Echse ist nicht nur auf dem Boden zu Hause, sondern auch in Bäumen, wo sie sich vor Fressfeinden versteckt oder auch auf Beutefang geht. Bäume werden auch als Ruhestätte während der Nacht aufgesucht.

Größe:
Der Schwarzkehlwaran erreicht in Freiheit eine Kopf-Rumpflänge von ca. 70 cm, in Gefangenschaft in der Regel lediglich ca.60 cm erreichen. Die Rückenschuppen sind grau bis graubraun gefärbt und mit unterschiedlich breiten hellen Streifen durchzogen. Teilweise sind die Streifen mit einem dunklen Rand abgesetzt. Der massige Kopf ist recht breit und kurz. Er setzt sich nur wenig vom Körper ab. Die Nasenöffnungen haben eine längliche Form und sitzen unmittelbar vor den Augen. Die Ohrenöffnungen sitzen weit hinten am Schädel. Der peitschenartige Schwanz ist sehr lang und erreicht etwa die Länge des Körpers. Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es kaum. Das Männchen ist allerdings etwas größer und kräftiger gebaut als die Weibchen. Die Tiere erreichen ein Alter von gut 15 Jahren. In ihren natürlichen Habitaten sind sie mittlerweile eine bedrohte Art.
Terrarieneinrichtung:
Tiere graben gerne. Sonnenplätze sind in der Terrarieneinrichtung ein wichtiger Punkt, jedoch müssen auch kühlere Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sein. Die Tiere sollte man paarweise oder in einer Gruppe von mehreren Weibchen und einem Männchen halten. Felsspalten und Steinaufbauten anbieten.


Fortpflanzung: http://www.schwabinger-zoo.de
Sind in der Lage Gelege mit über 50 Eiern abzusetzen, bei 27-31 °C schlüpfen die Jungen nach 116-180 Tage. Die Trächtigkeit dauert durchschnittlich 4 bis 5 Monate. Das Weibchen legt bis zu 65 Eier in eine selbstgegrabene Grube, die nach der Eiablage sorgsam verschlossen wird. In Abhängigkeit von der Bruttemperatur schlüpfen die Jungechsen nach ca. 120 bis 180 Tagen. Sie haben eine Schlupflänge von etwa 15 cm.

Temperatur und Beleuchtung: http://www.schwabinger-zoo.de
Bodentemperatur zwischen 25-30°C. Die Vorzugstemperatur liegt bei über 30°C, zu diesem Zweck sollten Spotstrahler so installiert werden, dass lokale Zonen bis zu 45°C aufweisen. Nachtabsenkung auf 20-24°C. Für die Beleuchtung eines Terrariums steht eine Vielzahl unterschiedlicher Lampentypen zur Verfügung. Empfehlenswert sind jedoch nur solche, die über ein dem Sonnenlicht möglichst ähnliches Spektrum verfügen. Sie dienen sowohl als Licht als auch als Wärmequelle. Ich würde eine Leuchtstoffröhre und 2 UV Reblux Heat D3 Lampen mit 100 W und einen 60 W Spot verwenden. Dadurch entsteht ein Temperaturgefälle von ca. 50° unter der 100W Lampe, über 36° unter dem 60 W Spot bis 28° unter dem nicht zusätzlich beleuchteten Teil des Terrariums.


Terrarieneinrichtung: http://www.schwabinger-zoo.de
Tiere graben gerne. Sonnenplätze sind in der Terrarieneinrichtung ein wichtiger Punkt, jedoch müssen auch kühlere Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sein. Die Tiere sollte man paarweise oder in einer Gruppe von mehreren Weibchen und einem Männchen halten. Felsspalten und Steinaufbauten anbieten. In dem größeren Terrarium (200x80x100cm) kommen zwei UV Reblux Heat D3 von Namiba Terra mit 160 W zum Einsatz. Ergänzt wird die Beleuchtung noch durch einen Sunspot mit 100 W. Die Temperaturen sind hier höher als in dem Glasterrarium. Direkt unter dem Spot wird eine Temperatur von ca. 60°C erreicht. Es entsteht natürlich auch in diesem Terrarium ein Temperaturgefälle. Wichtig ist dabei, dass die Maximaltemperaturen nur "direkt" unter dem Spot erreicht werden und der Waran die Möglichkeit hat, in Korkröhren, die in unterschiedlicher Höhe unter dem Spot und der 160 W UV Reblux Heat D3 angebracht sind, die Temperatur nach eigenem Gutdünken zu variieren


Beleuchtung:
Tageslichtleuchtstoffröhren, gegebenenfalls UV Röhren (siehe Leuchtstoffröhren). Für ausreichende UV Strahlung empfehlen sich UV Strahler oder die
160 W UV Reblux Heat D3. Spotstrahler für die Schaffung lokaler Wärmepunkte.



Futter:
Insekten z. B. große Grillen, Heuschrecken, Schaben, Zophobas, Wachsmotten, Mäuse und kleine Ratten. Wegen ihrer Neigung zur Verfettung sollte hin und wieder eine Fütterungspause von einigen Tagen eingelegt werden. Wie die meisten Waranarten, so fressen Schwarzkehlwarane alles was sie überwältigen können. Sie fressen sowohl kleine Schlangen und andere Reptilien als auch Vögel und Kleinsäuger. Trotz ihrer Größe wurde beobachtet, dass sie Beutetiere auch auf Bäumen jagen. Während der Regenzeit frisst der Schwarzkehlwaran auch Weichtiere und Insekten. Alle Futtertiere sollten vorm verfüttern mit Vitamin und / oder Calciumpulfer (Namiba Terra Calvirep Vit D3) eingepudert werden. Eine abwechslungsreiche Fütterung der Futtertiere trägt zu einem besseren Nährwert der Tiere bei und fördert damit die Gesundheit der Warane.

Achtung: Auch wenn es immer wieder auf den verschiedensten Internetseiten gesagt wird, füttert eure Warane NICHT mit Hundefutter. Die Tiere verfetten! Es ist niemals ein geeigneter Futterersatz!

Geschlechtsbestimmung
Dennoch ist es für Anfänger kaum möglich selbst zu bestimmen, ob er ein Männchen oder ein Weibchen erworben hat. Grundsätzlich muss klar sein, dass eine Geschlechtsbestimmung bei Jungtieren nahezu unmöglich ist. Zwar wird ein Fachmann das Geschlecht anhand von äußeren Merkmalen wie Kopfform und Körperbau recht gut raten können, eine 100% Sicherheit kann man aber nicht erwarten und wird von seriösen Verkäufern auch nicht gegeben werden.

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Der Artikel Schwarzkehlwaran Varanus albigularis in der Kategorie Freizeit / Hobby, wurde am 29.08.2007 um 10:58 Uhr geschrieben und vom Autor Schwabinger Zoo Center Infoschwabinger-zoo.de verfasst.