Schönheitschirurgie von Frau zu Frau
Interview mit Frau Dr. Petra BergerFrau Dr. Berger, Sie haben als Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie 13 Jahre Operationserfahrung. Würden Sie sagen, dass es für Patientinnen wichtig ist, dass Sie eine Frau sind?
Dr. Berger: Ja, viele Patientinnen entscheiden sich ganz bewusst dafür, sich von einer Frau behandeln zu lassen. Neben den höherwertigen manuellen Fähigkeiten einer Frau erwarten sie und erleben dann auch oft , dass eine Ärztin ihre Gedanken und ihre seelische Befindlichkeit besser nachvollziehen kann als ein männlicher Kollege und einen respektvolleren und sanfteren Umgang pflegt.
? Zum Beispiel?
Dr. Berger: Wünscht die Patientin beispielsweise eine Brustvergrößerung, nimmt sich eine Chirurgin meist mehr Zeit. Sie bespricht mit der Patientin ausführlich unterschiedliche Methoden. Erfahrungsgemäß wird die Anzahl von Korrekturen und Revisionseingriffen gesenkt, weil schon beim ersten Mal der Wunsch der Patientin erfasst und respektiert wird.
? Sie gehören zu den wenigen Plastischen Chirurgen in Deutschland, die Brustvergrößerungen auch mit Eigenfett durchführen. Was macht diese Methode für Patientinnen so attraktiv?
Dr. Berger: Diese Methode spricht vor allem Frauen an, die sich mit Fremdmaterial im Körper unwohl fühlen würden. Oder solche, die schon einmal eine Kapselfibrose hatten das ist eine der möglichen Nebenwirkungen einer Brustvergrößerung oder Angst davor haben. Bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett wird an geeigneten Stellen Fett entnommen, mit einer speziellen Methode aufbereitet und dann unter die Haut der Brust gegeben. Diese Methode ist international gesichert.
? Worum geht es bei der Genitalästhetik?
Dr. Berger: Zum Beispiel können proportional zu große Schamlippen verkleinert oder der Schamhügel vergrößert werden. Manche Frauen werden auch nach Geburten, besonders nach Mehrlingsgeburten, oder durch altersbedingte Erschlaffung ihres Gewebes inkontinent oder klagen über Empfindungsstörungen beim Geschlechtsverkehr. Operativ können wir heute die anatomischen Verhältnisse des inneren weiblichen Genitaltraktes wiederherstellen und straffen. Die Patientin gewinnt damit ihre Empfindsamkeit zurück, zum Teil sogar verstärkt.
? Bei Gesichtskorrekturen spielt diese Frage keine Rolle. Ist das Geschlecht des Arztes bei Faltenglättung, Tränensäcken oder Nasenkorrektur auch relevant?
Dr. Berger: Manchmal schon. Ich denke, dass weibliche Ärzte eher auf die verschiedenen Schritte eingehen, mit denen man Falten in den Griff bekommen kann. Und auch bei einem Eingriff etwa an Nase oder Kinn betrachten sie eher das kosmetische Gesamtbild und beraten die Patientin umfassender und im Gesamtspektrum invasiver und nicht invasiver Methoden.
? Sie haben nicht nur weibliche, sondern auch viele männliche Patienten. Warum kommt ein Mann zu einer Plastischen Chirurgin und geht nicht zu einem männlichen Kollegen?
Dr. Berger: Teilweise aus ähnlichen Gründen wie eine Frau: Männliche Patienten erwarten von weiblichen Chirurgen größere Empathie und mehr Feinfühligkeit. Einige Männer haben die Erfahrung, dass ihre Geschlechtsgenossen, bewusst oder unbewusst, nicht frei sind von Konkurrenzdenken. Dies führt zu Hemmungen, über ihre körperlichen Mängel, auch wenn diese objektiv vielleicht geringfügig sind, mit einem Mann offen zu sprechen. Es ist ja auch in anderen Zusammenhängen nicht ungewöhnlich, dass sich Männer Frauen gegenüber unbefangener fühlen als gegenüber dem eigenen Geschlecht.
? Wann halten Sie chirurgische Eingriffe für sinnvoll? Müssen es überhaupt immer gleich chirurgische Eingriffe sein?
Eine Operation ist allerdings nicht der einzige und nicht immer der sinnvollste Weg. Zu einem verantwortlichen Umgang mit Menschen gehört es auch, unter Umständen von einer ästhetischen Operation abzuraten. Aber selbst dann lassen wir unsere Patientinnen und Patienten nicht allein, sondern empfehlen ihnen kompetente Ansprechpartner(innen) aus anderen Bereichen. Dieses Verantwortungsgefühl und dieses Kümmern sind, glaube ich, ureigenste weibliche Eigenschaften.
Kontakt:
Praxis Dr. Petra Berger für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Schillerstraße 3, 60313 Frankfurt, Germany
Telefon: +49 (0)69 920 208 83
Internet: www.praxis-berger.com
Mail: info@praxis-berger.com
Dr. med. Petra Berger ist
Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Mitglied der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC ehem. VDPC), IPRAS, beim Bund deutscher Chirurgen (BDC), Interplast und European Workshop for advanced Plastic Surgery (EWAPS).
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Der Artikel Schönheitschirurgie von Frau zu Frau in der Kategorie Fitness / Gesundheit, wurde am 23.04.2008 um 16:26 Uhr geschrieben und vom Autor Praxis Dr. Petra Berger für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Frankfurt (Germany) praxis-pr
praxis-berger.com verfasst.
