Kredit: lange Laufzeiten treiben Kosten schnell in die Höhe
Ein Vergleich der Kreditangebote ist sinnvoll und wenn Laufzeit und Gesamtsumme identisch sind, ist das Vergleichen der Finanzierung umso leichter. Grundsätzlich kann der günstigste Kredit durch den effektiven Zins ermittelt werden. Normalerweise gilt: je niedriger der effektive Zinssatz, desto günstiger ist auch der Kredit. Wichtig ist bei einem solchen Vergleich, dass die Rahmenbedingungen der zu vergleichenden Angebote ähnlich sind.
Die Laufzeit, Zinsflexibilität (festgeschrieben oder variabel) sowie die Kreditsumme sollten also gleich sein, um objektiv vergleichen zu können. Wichtig ist hierbei vor allem die Laufzeit des Kredites und damit die Anzahl aller anfallenden Ratenzahlungen.
Lange Laufzeiten treiben die Kreditkosten schnell in die Höhe. Anfallende Zinsen werden immer auf den Restkreditbetrag gezahlt (also die Summe die man der Bank noch schuldig ist). Natürlich ist der Gedanke reizvoll, die Laufzeit zu verlängern, und dadurch die Höhe der monatlichen Rate zu senken und geringere monatliche Zahlungen an die Bank leisten. Allerdings verlängert sich dadurch logischerweise die Zeitspanne bis der gesamte Kredit zurückgezahlt ist und je Länger die Laufzeit, desto länger die Zinsbelastung. Demnach entstehen durch längere Laufzeiten auch höhere Kreditkosten.
Darüber hinaus hängt die Dauer der Laufzeit auch von anderen Faktoren ab. Es wäre beispielsweise widersinnig ein Auto über fünf Jahre zu finanzieren, wenn man bereits nach drei Jahren ein über einen Neuwagen nachdenkt. Es fallen in diesem Beispiel Zahlungen für ein Produkt an, dass sich nicht mehr im Besitz des Verbrauchers befindet. Er würde also weiterhin den alten Autokredit abzahlen und zusätzlich mit der Tilgung der Finanzierung des Neuwagens belastet werden.
Der effektive Jahreszins ist sozusagen die Preisangabe für den Kredit und enthält - im Gegensatz zum Nominalzins - alle Kreditkosten inklusive der Bearbeitungsgebühren und sonstige Kosten. Einige Posten müssen von Banken allerdings nicht mit in den effektiven Zinsatz mit eingerechnet werden und können daher den Kredit deutlich verteuern. Hierzu zählen z.B: eine Restschuldversicherung, Kontoführungsgebühren oder Bereitstellungszinsen.
Vor dem Abschluss eines Kredits sollte daher geprüft werden, ob zusätzlich eine Restschuldversicherung erworben wird oder andere Kosten zum effektiven Zins hinzugerechnet werden. Im Falle einer Restschuldversicherung kann man beispielsweise selbst entscheiden, ob man diese benötigt oder nicht. Fakt ist, das eine Restschuldversicherung die Kosten eines Kredites enorm in die Höhe treiben kann, obwohl diese Art der Versicherung den Kreditgebern nur selten eine höhere Sicherheit gewährleistet. In erster Linie beschert eine Restschuldversicherung nur der Bank eine zusätzliche Provision und wird daher von dieser stark beworben.
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Der Artikel Kredit: lange Laufzeiten treiben Kosten schnell in die Höhe in der Kategorie Versicherung / Finanzen, wurde am 07.02.2008 um 14:22 Uhr geschrieben und vom Autor Mark Lauterwein marklauterwein
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