Hilfe ... wo sind meine Bilder aus den letzten Jahren?

Was ist eigentlich mit all den schönen Bildern und Filmen aus Ihren Kindertagen?
Ist doch sehr schade, wenn man diese Erinnerungen verliert nur weil es keine Projektoren mehr gibt oder die alten Videobänder starke Qualitätsverluste aufweisen und bis zur Unkenntlichkeit entstellt sind ?

Wussten Sie, dass Ihre Videofilme altern und nach einigen Jahren zunehmend an Qualität verlieren?
In Abhängigkeit von der Qualität der verwendeten Bänder verlieren Ihre Videofilme mit den Jahren an Schärfe und Brillianz. Inzwischen können Videofilme, die mit der sehr populären Videokamera aufgenommen wurden, leicht bis zu 25 Jahre alt sein. Ein Alter, das für diese Art der Bildaufzeichnung schon sehr kritisch ist. Hintergrund dafür ist, dass die aufgebrachte Magnetisierung, d.h. die Ausrichtung der magnetischen Schichten auf der Oberfläche eines magnetischen Videobandes, und damit die aufgezeichnete Information in laufenden Bildern mit der Zeit relaxiert und damit geringer wird. Die Geschwindigkeit dieses Prozesses hängt sehr stark neben der Qualität der Videobänder, von den Lagerbedingungen der Magnetbänder ab und beschleunigt sich bei Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit. Traditioneller Film, d.h. Negative, Dias und Schmalfilmaufnahmen sind dagegen erheblich unempfindlicher.

Der schnelle technologische Wandel zwingt zum Handeln!
Die Konsequenz dieser Entwicklung ist, dass persönliche Erinnerungen in Form von Bildern und Filmen zunehmend in die Tage kommen, d.h. der Schmalfilm aus Ihren frühen Kindertagen ist kaum noch abspielbar, weil Sie schlicht und einfach kaum noch Super 8 - Filmprojektoren zur Verfügung haben. Gleiches gilt für N8 und 16mm - Film. Der Handel hat den Verkauf von Schmalfilmprojektoren eingestellt und Reparaturen lassen sich praktisch nicht mehr über den Fachhandel durchführen. Eine ähnliche, wenn auch nicht ganz so extreme Situation finden wir bei Diaprojektoren.
Das Problem für den normalen Verbraucher ist aber nun, die wichtigen Dinge, wie z. B. die eigenen Kinderbilder / Familienbilder als Bild oder Film aus der Vergangenheit in die Gegenwart und in die Zukunft zu "retten", ohne sie zu verlieren. Das Thema Schmalfilm und Video sind sehr gute Beispiele für den Technologiewandel in Bereich der Unterhaltungselektronik. Die Verfügbarkeit der Schmalfilmprojektoren ist praktisch nicht mehr gegeben und zwingt Sie, wenn Sie Ihre persönlichen Erinnerungen erhalten wollen, zum Technologiewechsel. Die guten alten Schmalfilmprojektoren hatten in der Regel keine Möglichkeit ein elektronisches Signal oder ein digitales Signal zu erzeugen, so dass Sie kaum eine Möglichkeit haben, den Kopiervorgang auf ein elektronisches Medium selber durchzuführen. Müssen Sie auch nicht, denn das Problem ist von Unternehmen, wie Filme, Videos und Fotos digitalisieren erkannt worden, die einen Kopierservice anbieten, der genau diesen Technologietransfer von der analogen in die digitale Welt durchführt. Die Möglichkeit zur Erhaltung Ihrer persönlichen Erinnerungen, die individuell und unwiederbringlich sind, ist somit gegeben. Der Schmalfilm hat nicht einmal das Problem der Haltbarkeit der Informationen auf dem Datenträger, sondern vielmehr das Problem des permanenten Technologiewandels, dem jede Technologie unterliegt.

Was kann man also tun?
Banken, Archive, Bibliotheken etc., also Institutionen und Unternehmen, deren Daten über lange Zeiträume gesichert und erhalten bleiben müssen, nutzen professionelle Datensicherungsdienste, um ihre Daten in regelmäßigen Abständen zu sichern und umzukopieren. Für den Normalverbraucher war das Thema bislang nicht so sehr relevant. Persönliche Erinnerungen lagen im Privatbereich als traditionelles Foto vor, dass idealer Weise im Fotoalbum archiviert wurde und bis zu 100 Jahre lichtstabil ist. Jeder erinnert sich noch an die guten alten schwarzweißen Barytfotos von Großvater und Großmutter und den eigenen Eltern, die als Kinder fotografiert wurden. Diese Fotos überzeugen noch heute durch ihre sehr gut erhalte Schärfe.
Das ändert sich aber im digitalen Zeitalter. Digitale Fotos als Datenfile oder Videoaufzeichnungen auf Magnetbändern werden dieses Alter bei weitem nicht erreichen können, wenn man sie nicht regelmäßig sichert und auf Datenträger umkopiert. Die CD und DVD sind z. Zt. das Medium der Wahl, um die digitalisierten Daten aufzunehmen und zu archivieren. CD und DVD Abspielgeräte sind am weitesten verbreitet und bieten die Möglichkeit, die digitalisierten Daten weiter zu verarbeiten.

Zusammenfassung:
Generell ist die Haltbarkeit elektronischer Daten auf Videobändern aufgrund von Alterung der Videobänder begrenzt. In Abhängigkeit von der Qualität der Bänder kann es bereits nach wenigen Jahren zu einem Datenverlust kommen. Der schnelle Technologiewandel zwingt zur Digitalisierung der persönlichen Erinnerungen (Bilder, Schmalfilm), um sie in die neue Technologie hinüber zu retten. CD und DVD sind dafür aus der heutigen Sicht die geeigneten Datenträger, obwohl auch sie einem Alterungsprozess unterliegen und Ihre Daten nicht beliebig lange archivieren. Warten Sie aber nicht bis die Qualität der Originale zu schlecht ist, um digitalisiert zu werden, handeln Sie jetzt ! Nutzen Sie dabei die Chancen, die digitale Technik heute zu bieten hat. Binden Sie Ihre alten "Schätzchen" in digitale Diashows, E- Mails, Dokumente, Fotobücher, Fotokalender, und andere Fotogeschenke ein - verbinden Sie die "Good old Times" mit den Möglichkeiten der modernen Multimediatechnologie und genießen Sie Ihre schönsten und wichtigsten Momente mit digitaler Technologie zuhause neu.

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Der Artikel Hilfe ... wo sind meine Bilder aus den letzten Jahren? in der Kategorie Freizeit / Hobby, wurde am 25.07.2007 um 12:20 Uhr geschrieben und vom Autor digitalspezialist infodigitalspezialist.de verfasst.