Hausbau - ohne Eigenkapital geht nichts

Bauherren sollten mindestens über ein Eigenkapital von 20 Prozent der Baukosten oder des Kaufpreises verfügen - und zusätzlich über das nötige Geld für die Nebenkosten. So fallen 3,5 Prozent des Kaufpreises an Grunderwerbssteuer und rund 1,5 Prozent für Notar- und Grundbuchgebühren an. Dazu kann eine Maklerprovision von 3,5 Prozent bis 7 Prozent kommen. Insgesamt müssen Käufer mit 5 bis 12 Prozent Nebenkosten rechnen.

Bei niedrigem Eigenkapitalanteil kann es schwierig werden, eine Bank zu finden, die zur Finanzierung bereit ist. Außerdem besteht die Gefahr, daß der Eigentümer nach einem Verkauf seines Hauses noch auf einem Schuldenberg sitzen bleibt, weil der Verkaufserlös nicht zur Rückzahlung der Kredite reicht.

Auf eine mehr als 80-prozentige Kreditfinanzierung sollten sich Bauherren daher allenfalls in Ausnahmen einlassen - zum Beispiel, wenn sie ein überdurchschnittlich hohes und gesichertes Einkommen haben oder wenn der Staat die Finanzierung mit sehr günstigen Förderkrediten erleichtert.

In jedem Fall muß das Einkommen reichen, um die Kredit- und Bewirtschaftungskosten fürs Eigenheim langfristig zu tragen. Diese Ausgaben werden fast immer über der bisherigen Miete liegen.

Für die laufende Bewirtschaftung - von Heizung über Müllabfuhr bis hin zu Versicherungen und Grundsteuer - müssen Hausbesitzer grob gerechnet 2,00 bis 2,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat ansetzen. Bei Eigentumswohnungen kommen 200 bis 250 Euro im Jahr für den Hausverwalter hinzu.

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Der Artikel Hausbau - ohne Eigenkapital geht nichts in der Kategorie Versicherung / Finanzen, wurde am 28.12.2007 um 13:15 Uhr geschrieben und vom Autor Kathrin Musch kathrin.muschweb.de verfasst.