Grenzenlos schüchtern

Es gibt Menschen, die absolut nicht in der Lage sind, zu einem anderen Menschen eine Geschlechtsbeziehung aufzubauen. Nicht, weil es an Potenz oder Gefühl fehlt, sondern weil sie unfähig sind ihre Gefühle der anderen Person mitzuteilen. Laut Internet-Informationen gibt es dafür den Begriff Dyspeterie, der im ersten Halbjahr 2007 in einem Internet-Lexikon auftauchte, aber neue Wortschöpfung bereits einige Monate später wieder gestrichen wurde. Da es, wie annähernd alle Begriffe aus dem griechischen oder lateinischen kommt, steht die Vorsilbe dys für un-, miss-, usw. peterie leitet sich eventuell von petere ab, was bedeutet verlangen, ersehen, erbitten usw.. Man könnte es also übersetzen mit der Unfähigkeit, etwas zu verlangen, wenn man das verlangen etwas mehr in den zwischenmenschlichen Bereich verlagert. Ob diese extreme Schüchternheit, die man damit in Verbindung bringt, angeboren ist, oder durch eine Erziehung, kommt, die das Selbstwertgefühl unterdrückt, ist deshalb unbekannt, weil schon der Begriff nicht geläufig ist. Wahrscheinlich ist, wie bei vielen psychischen Symptomen alles möglich. Die Namensgebungen, die es innerhalb der Gesellschaft allerdings schon gibt, vertretungsweise sei hier mal die männliche Jungfrau genannt, sind logischerweise auch nicht gerade hilfreich, einem Menschen zu helfen, der unter dieser Art der Beziehungsunfähigkeit leidet. Wer weiß, wie viel Liebe und Geborgenheit ein solcher Mensch geben könnte, wenn er die Chance dazu bekäme.

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Der Artikel Grenzenlos schüchtern in der Kategorie Freizeit / Hobby, wurde am 05.03.2008 um 16:47 Uhr geschrieben und vom Autor Silvia Kühn kuehntrendmile.com verfasst.