Tatsächlich ein Holzblasinstrument?
Mit seinem Korpus aus Messing oder anderen metallenen Materialien ist das Saxophon für den musikalischen Laien auf den ersten Blick zwar nicht als Holzblasinstrument zu identifizieren, gehört aber tatsächlich zur Familie der Holzbläser. Zu früheren Zeiten waren alle Holzblasinstrumente wie Fagott, Oboe, Klarinette und Flöte noch aus Holz gefertigt und verfügten zur Tonerzeugung über kleine Löcher, welche abwechselnd mit den Fingern abgedichtet und geöffnet worden. Zur Erzeugung von Halbtönen kamen später vereinzelt Klappen hinzu, so wie sie auch beim Saxophon angebracht sind. Die Klappen bei Holzblasinstrumenten kamen schließlich erstmals um 1830 auf und läuteten das Ende der einfachen Holzblasinstrumente ein, welche einzig aus Holz gefertigt wurden. Als erstes Holzblasinstrument bekam die Flöte einen Korpus aus Metall mit Klappen – selbiges Prinzip wurde dann auch beim Saxophon angewandt.
Heute werden in der modernen Musik alle Instrumente als Holzbläser bezeichnet, welche zumindest über ein hölzernes Rohrblatt zur Tonerzeugung verfügen – beim Saxophon werden diese filigranen Blätter als Saxophonblätter bezeichnet und sind in verschiedenen Stärken erhältlich.
Das Saxophon selbst wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erfunden und fand schnell seinen Weg in die Militärkapellen, im klassischen Orchester stieß die Erfindung des Belgiers Adolphe Sax jedoch auf breite Ablehnung. Als charakteristischer Solist konnte das Saxophon später im Jazz seinen größten musikalischen Erfolg feiern und wurde später nahtlos von den Big Bands übernommen, wo es jedoch fünfstimmig auftrat. Noch heute kommt das Saxophon musikalisch meist als 5er-Gespann daher, hat sich aber auch seinen Platz als Solist bewahren können, zudem Jazz als populäre Stilrichtung nie wirklich aus der Mode kam.
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Der Artikel Tatsächlich ein Holzblasinstrument? in der Kategorie Freizeit / Hobby, wurde am 11.08.2008 um 15:18 Uhr geschrieben und vom Autor Steffen Ehrlich steffen
torstenmaue.net verfasst.
