Der Dachdecker
Dachausbau - Dachdecker
Ausbau des Dachgeschosses!
Gedämmte Sparrenelemente
Wer seinen Dachstuhl im ganzen erneuern muss, kann auf vorgefertigte Dachelemente zurückgreifen. Die Elemente werden auf waagerecht liegenden Pfetten vom Dachdecker montier. Sie bestehen aus phenolharzverleimten 16 mm dicken Spanplatten, auf die zur Aussteifung 70 mm hohe Nadelholzplatten aufgeleimt sind. In die Zwischenfelder ist eine 6 cm dicke Hartschaumdämmung eingebracht. Die Elemente sind 1 m breit und maximal-6 m lang, und sie werden frei Baustelle geliefert.
Sind die Dachelemente verlegt, kann sofort die Unterspannbahn vom Dachdecker befestigt werden, darüber dann die Lattung und darauf die Dachdeckung.
Die Auflager der Pfetten brauchen nicht schräg ausgeführt zu werden, sie können auch senkrecht auf das Mauerwerk oder auf ein Ständerwerk aufgelegt werden.
Die Dachelemente sind für jede Dachneigung zu verwenden. Der Abstand der Pfetten sollte nicht mehr als 4,50 m betragen, da sonst die Pfettenquerschnitte zu groß werden.
Das Auflager der Pfetten muss mit Bolzen und Stahlankern gegen Abheben durch Windsog gemäß statischer Berechnung gesichert werden. Eine Windaussteifung, wie sie sonst üblich ist, entfällt. Die Stöße der Dachelemente sind so ausgebildet, dass das Dachelement mit der untergreifenden Spanplatte jeweils zuerst aufgenagelt werden muss. Die Lage der Firstpfette kontrolliert man am besten mit einem Richtscheit oder Senkblei, mit denen man die Seite der Pfette auf die Dachgeschossdecke herablotet. Hier können die Abstände zur Außenkante des Mauerwerkes überprüft werden. Die Dachelemente werden oben einfach auf die Pfetten aufgelegt und festgenagelt. Eine Firstbohle ist als Auflager für die Firstdachziegel einzusetzen.
Die Traufkonstruktion kann in üblicher Weise ausgeführt werden. Der Dachüberstand ist frei zu wählen.
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Schindeldeckung
Die Holzschindeln sind ein uraltes und natürliches Dachdeckungsmaterial, das jedem Haus ein besonderes und natürliches Aussehen gibt. Aufgrund der Baunormen ist die Dachschindel nur selten angewandt worden, obwohl eine Schindeldeckung, wenn sie richtig montiert wurde, ebenso haltbar und dauerhaft ist wie andere Dachdeckungsarten. Man kann heute davon ausgehen, dass ein Schindeldach 80 Jahre hält.
Ein neuer Durchbruch für die Dachschindeln scheint sich anzukündigen. Denn erstens gilt die Dachschindeleindeckung seit einigen Jahren als harte Bedachung, wie es in der DIN 4102 gefordert wird, und zweitens werden heute im wesentlichen Schindeln aus dem sehr haltbaren Holz der Red Cedar hergestellt. Diese Schindeln sind witterungsbeständig, auch ohne Holzschutz, und resistent gegen Pilzbefall. Das Holz ist harzfrei und die Deckung während seiner Lebensdauer wartungsfrei. Trotz des geringen Eigengewichtes haben die Schindeln eine gute Biege- und Druckfestigkeit.
Die Red Cedar-Schindeln eignen sich für Dachneigungen zwischen 14 und 90 Grad. Es lassen sich nicht nur große Flächen werkstoffgerecht decken, sondern kleinteilige Dächer mit wechselnden Neigungswinkeln, und sogar runde Flächen sind einfach zu bewältigen. Bei einer flachen Dachneigung ist eine dreilagige Deckung zu empfehlen. Bei steilen Deckungen genügt die Zweilagigkeit. Da die Schindeln auf dem Dach entsprechend quellen und schwinden, sind sie seitlich mit etwa 6 mm breiten Fugen zu verlegen. Die Schindeln werden mit je zwei nichtrostenden V4A-Nägeln auf der Unterkonstruktion befestigt.
Es haben sich zwei verschiedene Arten der Unterkonstruktion bewährt. Einmal die Unterkonstruktion auf Dachpappe über Vollschalung Fugenabstand und Verwölbungen der einzelner Dachschindeln gewährleisten das Abtrocknen der Hölzer nach einem Regenguss. Besser und moderne ist aber die Verlegung der Schindeln mit Unterdach und Hinterlüftung. Diese Unterkonstruktion erfordert zusätzlich eine Lattung und eine Konterlattung. Die Hinterlüftung ist wie bei einem Kaltdach gewährleistet.
Wie die Schindeln im einzelnen aufgenagelt werden, zeigen Ihnen die entsprechenden Kataloge der Firmen. Es ist klar, dass die Fugen in zwei übereinanderliegenden Reihen seitlich versetzt sein müssen. Und auch die nächsten folgenden Lagen werden so angeordnet, dass die Fugen immer wieder um mindestens zwei bis drei Zentimeter seitlich versetzt sind, damit das Wasser gut abfließen kann.
Die unterste Schindelreihe ragt um 4 cm in die Dachrinne. Diese Reihe besteht aus zwei übereinanderliegenden Schindeln. Ein Traufbrett sorgt für die gleichmäßige Neigung der Schindeln. Mit einer Lage Bitumenpappe kann man die Traufe zusätzlich gegen Staub und Flugschnee schützen.
Die Bretterschalung ist nochmals mit einer Lattung von den Sparren abgehoben, um eine bessere Luftzirkulation unter der Sparschalung zu bekommen. Jede Holzschalung muss hinterlüftet sein! Wir haben hier also zwei Lüftungsebenen eingebaut. Eine unterhalb der Schalung und eine direkt unterhalb der Schindeln. Das ist besonders wichtig, wenn die Schalung gespundet ist. Natürlich müssen in einem solchen Falle an der Traufe und am First auch die entsprechenden Lüftungsöffnungen vorhanden sein.
Für den Ortgang gibt es eine Reihe verschiedener Ausführungen. Wer Blechkanten wählt - ein Ortgang nur aus Schindeln hergestellt, ist ebenso schön -, sollte den Hersteller der Schindeln fragen, welche Art von Blech verwendet werden darf. Die Absonderungen des Holzes können zum Beispiel Zinkbleche gefährden.
Beim First gibt es eine Reihe von Konstruktionsmöglichkeiten. Hier wird es deswegen kompliziert, weil, wie gesagt, die Luftaustrittsmöglichkeit erhalten bleiben muss. Wird nur die Dachhaut hinterlüftet, gestaltet sich die Konstruktion leichter, als wenn zusätzlich die Schalung hinterlüftet wird.
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Der Artikel Der Dachdecker in der Kategorie Arbeit / Beruf, wurde am 01.10.2008 um 21:08 Uhr geschrieben und vom Autor Max Kiefer immax159
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