Aktuelle Daten zur US-Kreditaufnahme

In den USA als Auslöser der nunmehr weltweiten Finanzkrise haben Unternehmen wie private Verbraucher gleichermaßen Probleme bei der Aufnahme benötigter Kredite.

So hat sich die Nettokreditaufnahme durch Unternehmen, die nicht dem Finanzsektor zuzurechnen sind, in den letzten zwölf Monaten um über 50 Prozent verringert. Die Gesamtsumme aller ausgegebenen Kredite sank dabei von 2.800 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf aktuell nur noch 1.100 Milliarden US-Dollar.

Ähnlich sieht die Situation bei den privaten Haushalten aus. Hier konzentriert sich die Kreditvergabe traditionell auf Immobilienkredite und Ratenkredite.

Besonders bei letzteren, also dem Ratenkredit, ging die Kreditaufnahme netto um mehr als drei Viertel zurück. Um ganze 76 Prozent sank sie im Verlauf des dritten Quartals 2007 bis zum Ende des zweiten Quartals 2008.

Wer weiß, dass die US-Haushalte ihren Konsum fast ausschließlich auf Kredit finanzieren, kann sich die Folgen für die Konjunktur denken. Die eingebrochene Kreditaufnahme schlägt mit ein paar Monaten Verzögerung direkt auf das Konsumklima und die Konjunktur konsumabhängiger Werte durch.

Aber auch der Wirtschaft droht Ungemach, denn sie braucht immer Kredite, also frisches Geld. Beide Faktoren zusammen – niedrigere Kreditaufnahme bei Unternehmen und privaten Haushalten – dürften den USA noch einige Quartale Sorgen bereiten und werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in eine Rezession führen.

Darüber hinaus ist selbst jetzt noch nicht abzusehen, welchen gesamtwirtschaftlichen Schaden die Finanzkrise hinterlassen wird, denn sie ist bei weitem noch nicht ausgestanden.


Mehr zu Aktuelle Daten zur US-Kreditaufnahme

Der Artikel Aktuelle Daten zur US-Kreditaufnahme in der Kategorie Versicherung / Finanzen, wurde am 07.10.2008 um 15:49 Uhr geschrieben und vom Autor Daniel Franke infofranke-media.net verfasst.